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Mai 2015: Altmedikamente gehören nicht in die Toilette
 
Tagtäglich gelangen in Deutschland mehrere Tonnen Medikamente in die Kanalisation ...



Tagtäglich gelangen in Deutschland mehrere Tonnen Medikamente in die Kanalisation. Viele davon sind oft gar nicht oder nur sehr langsam biologisch abbaubar. Deshalb macht die Rhein-Lahn-Kreis Abfallwirtschaft jetzt auf die aktuelle Initiative des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft mit dem Titel „No Klo – Medikamente richtig entsorgen“ aufmerksam.

Ziel der Initiative ist es, einer Belastung der Gewässer mit Medikamentenrückständen vorzubeugen und die Trinkwasserressourcen zu schützen. Denn die unsachgemäße Entsorgung von Medikamente ist eine der Ursachen für die Belastung des Abwassers. Zwar sind Arzneimittel für die Menschen unverzichtbar, doch viele Menschen schütten ihre abgelaufenen oder nicht verbrauchten Medikamente in die Toilette oder in Ausguss des Spülbeckens. So gelangen diese Medikamente und ihre Abbaustoffe in die Kanalisation und damit in den Wasserkreislauf. Ob in Bächen, Flüssen oder Seen – überall werden mittlerweile Arzneimittelwirkstoffe gefunden.

Deshalb ist es wichtig, dass überschüssige Altmedikamente, ob flüssig oder fest als Tablette, von den Haushalten richtig entsorgt werden. Im Rhein-Lahn-Kreis werden Altmedikamente bei der mobilen Schadstoffsammlung oder im Abfallwirtschaftszentrum Rhein-Lahn in Singhofen angenommen. Die Sammeltermine des Schadstoffmobils und die Öffnungszeiten des Abfallwirtschaftszentrums finden die Bürgerinnen und Bürger im aktuellen Abfall-Info „Re-Tour“ oder im Internet unter www.rhein-lahn-kreis-abfallwirtschaft.de. Eine Entsorgung über die Restmülltonne (Graue Tonne) ist nicht zulässig, denn im Rhein-Lahn-Kreis werden die Restabfälle mechanisch-biologisch vorbehandelt und nicht verbrannt. Aus diesem Grund müssen die Altmedikamente separat eingesammelt und entsorgt werden. Auch einige Apotheken bieten den Service an und nehmen Altmedikamente entgegen. Ein Hinweis: Überschüssige Medikamente lassen sich aber auch vermeiden. Mit dem Arzt oder Apotheker sollte stets über die angemessene Packungsgröße und Menge des einzunehmenden Medikaments beraten werden.

Ausführliche Informationen zum Thema gibt es auf der vom Bundesverband eingerichteten Internetseite www.no-klo.de. Weitere Informationen geben die Abfallwirtschaftsberater des Rhein-Lahn-Kreises gerne unter der Telefonnummer 0800/1030301.