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April 2017: Bioabfall ist wertvoller Rohstoff, Schadstoffe vermeiden
April 2017: Bioabfall ist wertvoller Rohstoff, Schadstoffe vermeiden
Fehlwürfe in der Biotonne müssen aufwendig aussortiert werden ...

Rund 630 Tonnen sogenannte Störstoffe mussten im letzten Jahr mit der Hand aus dem eingesammelten Bioabfall im Abfallwirtschaftszentrum Rhein-Lahn (AWZ) herausgezogen werden. „Im Bioabfall findet man leider alles: Von der Plastiktüte bis zum Elektrogerät.“ sagt Günter Müller, technischer Werkleiter der Abfallwirtschaft Rhein-Lahn. Diese sogenannten „Störstoffe“ werden aufwendig und kostenintensiv aus dem Bioabfall in der Bioabfallbehandlungsanlage aussortiert. Aber nur eine sorgfältige Trennung der organischen Abfälle im Haushalt ermöglicht eine hochwertige Verwertung.

Der im Rhein-Lahn-Kreis eingesammelte Bioabfall wird im AWZ zur weiteren Verwertung vorbehandelt. Die in der Bioabfallbehandlungsanlage abgesiebte Feinfraktion wird in einer externen Anlage zu hochwertigem Kompost verarbeitet und die biologisch getrocknete Masse in einem externen Biomassekraftwerk zu Strom umgewandelt.
Die sogenannten Störstoffe, die versehentlich oder aus Achtlosigkeit in der Biotonne landen, gefährden die Verwertung und müssen aufwendig und teuer aus dem Bioabfall aussortiert werden. Probleme verursachen insbesondere Plastiktüten, oft gefüllt mit Verpackungs- und Restabfällen. Verpackungen, Windeln, Teppiche, Steine und andere „Fehlwürfe“ fischen die Mitarbeiter in der Bioabfallbehandlungsanlage mühsam mit der Hand aus dem Bioabfall. Aber nicht jeder Abfall lässt sich aussortieren. Zum Beispiel zerbrechen Glasflaschen bereits im Sammelfahrzeug und die Glassplitter bleiben im Kompost.

Was soll in die Biotonne? Nahrungs- und Küchenabfälle wie zum Beispiel Eierschalen, Kaffee- und Teesatz, Brotreste, Speisereste (eingewickelt in Zeitungspapier), verdorbene Lebensmittel, Fruchtschalen, Obstkerne, Apfelreste, Nussschalen, Kohlblätter, Salat, Kartoffel- und Zwiebelschalen. Auch Gartenabfälle, wie zum Bei-spiel Unkraut, verwelkte Blätter, Blumenerde, Zweige, Laub, Rasen- und Heckenschnitt, Kohlstrünke, gehören in die Biotonne.

Das darf nicht in die Biotonne:
Blumentöpfe, Glas, behandeltes Holz, Medikamente, Milch- und Getränkeverpackungen, Plastik(-tüten), Leder, schadstoffhaltige Abfälle, Staubsaugerbeutel, Steine, Straßenkehricht, Tapeten, Textilien, Windeln, Zigarettenfilter.

Fragen zu diesem oder einem anderen Thema beantworten die Abfallwirtschaftsberater des Rhein-Lahn-Kreises unter der Telefonnummer 02603/972301.

Bildunterzeile:
Der Bioabfall, der im Rhein-Lahn-Kreis in der braunen Tonne gesammelt wird, muss von den Mitarbeitern in der Bioabfallbehandlungsanlage von Hand nachsortiert werden. Viel zu viele Störstoffe finden sich leider im-mer wieder im Biomüll. Dies zu vermeiden ist jeder Haushalt im Rhein-Lahn-Kreis aufgerufen.